'Sarao de Musas' Johanna Rose - viola da gamba and artistic direction, Mariví Blasco - soprano

Lots of hard work and fun during the premiere of 'Sarao de Musas’ in the auditorio of Leon, opening concert of the ‘ciclo de músicas históricas’ of the CNDM

Link: http://www.cndm.mcu.es/node/21405

Photography: Juan Luis García

 


Talking to the Spanish radio RNE

Please click on the image to listen to the interview.


Histoires d'un Ange Project

New recording coming soon... Stay tuned!


Video report in the spanish television RTVE

Please click on the image and look at the minute 24:23 onwards. Thanks

—Autor: Enrique Santiago


A very nice review about my last concert in Germany

Virtuoses Spiel auf der Kniegeige

Mit einem Konzert von Gambistin Johanna Rose verabschiedete sich der Kulturkreis Wildeshausen aus der Saison. Die Musikerin begeisterte dabei mit leidenschaftlich zärtlichem Spiel.

Wildeshausen. "Viola da Gamba ... eine mittlere Geige, die man zwischen den Knien spielt. Sie hat sechs Saiten und ist von ausnehmender Anmut. Die Nachtstücke lassen sich herrlich darauf vortragen; überhaupt alles, was Anmut und Zärtlichkeit atmet. Dieses Instrument fordert viel Gefühl, und nur wenige können es so spielen, wie es seiner Natur nach behandelt werden muß." Liebevoller, als es Christian Friedrich Daniel Schubart, ein ausgewiesener zeitgenössischer Kenner der Musik des 18. Jahrhunderts es tat, kann man von einem Instrument wohl nicht sprechen. Und unser Gewährsmann hätte auch seine Freude gehabt am Spiel der Gambistin Johanna Rose, die am Sonnabend vor großem Publikum ein Konzert im Musikschulsaal in Wildeshausen gab. Sie gab ihrem Instrument nun allerdings mehr als Anmut und Zärtlichkeit, ließ es auch hitzig funkeln, in leidenschaftlich virtuoser Spielfreude vibrieren.

[...]

Das Programm begann mit einem Stück für Viola da Gamba solo von Karl Friedrich Abel. Abel war angesehener Gambist am Hofe zu Köthen zu der Zeit als Johann Sebastian Bach dort Hofkapellmeister war. Später ging er nach London, wo er mit Johann Christian Bach, jüngster Bach-Sohn, die sogenannten „Bach-Abel-Concerts“ gründete, die als Vorläufer der „Proms“ gelten. Abels „Arpeggio“ war in Johanna Roses Interpretation ein farbig flimmerndes Präludieren, in dessen mit wilder Expressivität gebrochenen Dreiklängen eine große melodische Linie hervorklang. Das alles war in einen durch alle Lagen unerschöpflichen Klangfarbereichtum getaucht. Aber auch die von Schubart genannte Zärtlichkeit war hier zugegen. Das führte pausenlos direkt in die Sonate D-Dur für Viola da Gamba und Basso continuo von Carl Philipp Emanuel Bach, dem zweiten der Bach-Söhne. Das geschmeidig fließende Adagio-Tempo des ersten Satzes war erfüllt vom Ausdruck melodischer Empfindsamkeit. Hohe melodische Anteile besaß hier auch das Continuo Spiel Javier Núnez', das über bloßes akkordisches Begleiten weit hinausging und manchmal auch dramatische Akzente setzte. Fast rauschhaft-virtuose Skalen und Dreiklangsbrechungen der Gambe gingen einher mit absoluter rhythmischer Klarheit im Spiel Johanna Roses. Es gab zauberhafte dynamische Beleuchtungen, spannende Temporückungen feinster Art. Und wenn im ansonsten vibratolosen Spiel einmal ein Ton eine „Schwebung“ erhält, wird das zum Ausdrucksereignis. Im schwelgerischen Arioso-Satz herrschten atmend-kantable Spannung und eine fürwahr „sprechende“ Artikulation. Und das Cembalo hatte alle „Mitspracherechte.“

[...]

So wie hier muss es auch geklungen haben, wenn Karl Friedrich Abel sein „Solo a Viola da gamba“ gespielt hat: Ausgesungen mit berückend ausschwingenden Phrasenenden, Dissonanzen in akkordischer Mehrstimmigkeit auskostend, frei und doch streng geformt in Johanna Roses Spiel. Mit Johann Sebastian Bachs Sonate für Viola da Gambe und Cembalo g-Moll BWV 1029 betraten die beiden Musiker eine andere Bühne, nämlich die der klassischen Duo-Sonate, die Bach quasi erfunden hat. Man hat es hier mit zwei gleichwertigen Partnern zu tun, die sich die thematischen Bälle zuspielen, miteinander in dichte Dialoge treten oder im bewegten Fugenstil wetteifern. Die Adagio-Aria geriet mit schwärmerischer Entrücktheit, das Schlussallegro war von einer tänzerischen Beschwingtheit, die den großen Schlussapplaus förmlich „herbeitanzte“. Der Applaus wurde belohnt mit Variationen über das berühmte 'La Follia'-Thema. Diese waren vom Viola da gamba-Kenner Marin Marais und ließen noch einmal sensibelste Nuancierungskunst und rasante Leidenschaftlichkeit hören.

 

—Günter Matysiak. Weser-Kurier. Link


Review of our C.P.E.Bach Album in ‘Gramophone’

The German viola da gambist Johanna Rose has already appeared on a fair few recordings, several of which have been with the Spanish early music ensemble Accademia del Piacere. This is her debut solo disc, though, and it’s a very lovely thing.

Recorded with her duo partner since 2013, the harpsichordist Javier Núñez, Rose’s programme stands out first of all simply for having done its bit to expand what is a remarkably small back catalogue of existing recordings of these sonatas. But more importantly it stands out for the actual performances. There’s something beguiling about CPE Bach’s viola da gamba sonatas. There he was in the melting pot of new artistic, scientific and social ideas that was Frederick the Great’s Berlin court, writing his famously forwards-facing music, and yet with these sonatas we see him turning his hand to an instrument that was already going out of fashion, and a sensitive hand at that; these are exquisitely crafted, intimate-sounding works which reflect the viola da gamba’s gentler, old-school refinement.

Rose draws out every ounce of intimacy and grace, too. These are beautifully sensitive, expressive and musically shaped performances. There’s often a wonderful aria-like quality to her slow movements; the C major Sonata’s Arioso final movement truly is vocal in delivery, for instance. Then, with the more up-tempo, virtuoso moments, such as the lightning runs of the D major Sonata’s central Allegro di molto, she brings a gentleness together with a strong sense of rhythm. Her tone itself is glorious too: rich and dark, with an exceptionally attractive grainy edge to it.

She’s found her perfect musical partner in Núñez, as is plain both from his sympathetic partnering and from the easy lyrical naturalness and delicate virtuosity he then brings to his solo turn, the Keyboard Sonata in A minor, Wq50/3. All in all, a really strong solo debut.

 

— Charlotte Gardner. Gramophone. Fuente original